Warum ein PIM-System sinnvoll und nötig ist

PIM steht für "Product Information Management", auf Deutsch also "Produktinformationsmanagement". PIM-Systeme sind Datenbanken, die produktbezogene Informationen speicheren. Das Ganze ist vergleichbar mit einem Katalog, allerdings auf verschiedenen Ebenen oder Flughöhen.

Aus Kundensicht stellt ein PIM in der Regel als Ergebnis eine Produktliste dar, gerne auch filter- und durchsuchbar.

Aus Sicht des Vertriebs und Marketings stellt ein PIM eine Marketing-Datenbank dar. Hier werden harte technische Daten mit Marketing-Informationen, Bildern, Kategorien und anderen Metadaten verknüpft.

Aus Sicht von Sales und Produktion stellt ein PIM eine Bestellung in Form einer Stückliste oder anderer, für eine Bestellung relevanter, Daten zur Verfügung.

Letztendlich werden aber alle Daten im gleichen System vorgehalten und in verschiedenen, anwendungsspezfischen Channels ausgegeben.

Ist das wirklich notwendig?

Das Wissen zur Produktpalette des Unternehmens an einem Ort strukturiert zu sammeln ist in der heutigen Zeit absolut notwendig und kann in einer engen Wettbewerbssituation den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Damit werden Silos in den Köpfen von Mitarbeitern abgebaut, neue mögliche Synergien in den bereits vorhandenen Daten geschaffen und Zusammenhänge deutlicher erkennbar.

In engen Wettbewerbssituationen kann ein sinnvoll aufgebautes PIM den entscheidenden Vorsprung geben: Schluss mit heterogenen Daten, Datenchaos, verteilten Excel-Sheets, Assets/Dateiablage, Medienbrüchen und anderen Ärgernissen von gewachsenen Informationsstrukturen.

Wie geht man dabei vor?

Schritt 1: Strukturieren und Integrieren

Zuerst muss das Datenmodell für die Speicherung erarbeitet werden. Dazu nutzen wir bei Intera gerne einen Workshop. Hier sammeln wir gemeinsam die wichtigen Merkmale, die Ihre Produkte beschreiben.

Dazu kommt der Integrationspart: Wir importieren Daten, per einzelner Datenladung oder per Schnittstelle, zum Beispiel aus Ihrem ERP System.

Schritt 2: Anreichern

Meistens sind die Daten, die aus den verschiedenen Töpfen zusammengetragen werden, noch nicht vollständig. Daher ist Schritt 2 das Anreichern der Daten. Oftmals kommen die Basisdaten für das PIM-Sytem aus Warenwirtschafts- oder ERP-Systemen. Damit ist die technnische Beschreibung meist komplett, aber diese Daten sind nicht die Daten, die einem Kunden am Ende präsentiert werden (oder nur zu einem kleinen Teil).

Meistens werden Marketing- und Katalog-Daten nachgepflegt. Das beinhaltet in der Regel das strukturierte Erstellen von möglichen Verknüpfungen, Einpflegen von Texten, Bildern oder Broschüren.

Ebenso kann ein Workflow den nötigen nächsten Schritt automatisch an verschiedene Benutzer mit verschiedenen Benutzergruppen zuweisen und damit einen Freigabe-Workflow abbilden.

Schritt 3: Ausleiten

Die so strukturierten Daten lassen sich nun wunderbar auf verschiedene Arten aus dem PIM-System ausleiten. Dazu werden standardisierte APIs verwendet, und Schnittstellen zu Drittanbietern erstellt und bedient.

In einem e-Commerce-Kontext wäre das beispielsweise das Senden von Daten an Preisvergleichsportale oder Amazon um diese protentiellen Kunden zur Verfügung zu stellen.

Schritt 4: Publizieren

Der letzte Schritt in der Kette: Das Veröffentlichen. Die Flexibilität eines Systems wie Pimcore erlaubt hier ein Veröffentlichen auf Knopdruck, aber auch ein paar etwas komplexere Möglchkeiten. Standardmäßig ist hier das zeitgesteuerte Veröffentlichen möglich.

Mit Pimcore haben wir außerdem Workflows zur Verfügung, die sehr flexibel konfigiert werden können. So kann ein Datensatz automatisch veröffentlicht werden, wenn bestimmte Kriterien im Datensatz erfüllt sind.

Fazit

Wie man sieht: Ein PIM macht viele Dinge in der Unternehmenskommunikation deutlich einfacher und schneller. Darüber hinaus ermöglicht ein PIM-System es sehr niedrigschwellig, das komplette Unternehmensportfolio per Knopfdruck von einer zentralen Stelle aus, auf möglichst vielen Plattformen zu veröffentlichen.