Senkung des Mehrwertsteuersatzes im Rahmen des Konjunkturpakets - Die Umsetzung in Pimcore

Die von Juli bis Ende 2020 geltende Senkung der Mehrwertsteuer im Rahmen des Konjunkturpakets, lässt Shopbetreiber auf steigende Umsätze hoffen. Stellt sie aber auch vor die Herausforderung, dass die Anpassungen direkt umgesetzt werden müssen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die notwendigen Schritte problemlos in Pimcore vollziehen.

In vielen eCommerce Systemen ist der Mehrwertsteuersatz "hartcodiert" irgendwo im Quellcode verankert. Oft wurde davon ausgegangen, dass sich der Steuersatz niemals ändert. Solche Versäumnisse führen in Zeiten von Multi- und Omnichannel zu hohen Aufwänden. Die verschiedenen Kanäle wie zum Beispiel Webseiten, Apps, Konfiguratoren, Shops, Marketplaces oder Kataloge, müssen nun einzeln angepasst werden. Meist kann der Shopbetreiber das nicht selbst tun. Für Änderung bedarf es dann wieder mal an Entwickler-Kapazitäten. Und die sind ja bekanntlich rar und kostenintensiv!

Glücklich schätzen können sich jene, die an dieser Stelle ein PIM-System wie Pimcore im Einsatz haben. Anpassungen für eine Omnichannel Ausleitung sind durch einen zentralen "Single Point of Truth" deutlich vereinfacht. Eine durchdachte und saubere Implementierung vorausgesetzt. So werden alle Kanäle optimal und automatisiert bedient!

Je nach Datenmodell und Strukturen gibt es verschiedene Konzepte. Anhand von drei Beispielen helfen wir Ihnen bei der Aktualisierung des Mehrwertsteuersatzes.

Variante 1 – Über die "Tax Management" Komponente

Der Standard Weg!

Als Teil des eCommerce Frameworks, bietet die Tax Management Komponente die Möglichkeit Mehrwertsteuersätze zu definieren. 

Der aktive Satz wird dann in den Websiteeinstellungen definiert.

Nettes Gimmick: Über die Pimcore native Versionierung- und Zeitplanungsfunktionen, kann der von der Bundesregierung vorgesehene Zeitraum der Mehrwertsteuersenkung gewählt werden – Und schon brauche ich mich im besten Falle um gar nichts mehr zu kümmern!

Weiter Details zum Pimcore Tax Management finden Sie hier.

Variante 2 – Als Datenfeld und Zuweisung

Abweichend vom Standard, aber aus Gründen der Datenmodellierung durchaus sinnvoll. Hier werden Mehrwertsteuersätze an den Produktgruppen definiert.

Variante 3 – Als Preis-Regel

Ein etwas exotischer Weg ist die Definition einer Preis-Regel. Diese werden normalerweise für Rabatte genutzt. Ein großer Vorteil ist die exakte Adressierung von Produktgruppen und Kunden. Beispielsweise für abweichende Preise für Konsumenten aus spezifischen Regionen oder Ländern. 

Die Wahl der passenden Lösung bei der Digitalisierung ihrer Prozesse, hängt natürlich immer stark von verschiedenen Faktoren ab. Auf Basis eines umfassenden Verständnisses für ihre Strukturen und Ziele, erfolgt eine maßgeschneiderte Datenmodellierung und Implementierung. Online Shops im internationalen Umfeld bedürfen Möglichkeiten zum Pflegen verschiedener Steuersätze. Auch andere EU-Staaten denken derzeit über eine Senkung der Mehrwertsteuer nach.

Der Mehrwertsteuersatz ist auch abhängig vom Datum der Rechnungsstellung

Bitte bedenken Sie auch, dass das Rechnungsdatum für die Ansetzung der Mehrwertsteuer gilt. Bei Bestellungen, die zwar vor dem 1. Juli getätigt wurden, die Rechnung jedoch erst im Juli gestellt wird, gilt der neue Mehrwertsteuersatz.

Wenn Sie Ihr Datenmodell nicht genau kennen, fragen Sie einfach vorher nach.
Auch bei Intera als Pimcore Gold Partner – Wir beraten Sie gerne umfassend und unverbindlich!